Die Vertreibung des Bauhauses aus Dessau 1932 – ein dokumentarisches Theaterstück

Foto: Flickr/Michael (CC BY 2.0)

Nachdem die Nationalsozialisten im Freistaat Anhalt und in der Stadt Dessau die Macht erlangt haben, beschließen sie im August 1932 – zusammen mit anderen rechten Kräften – die Schließung des Bauhauses in Dessau. Im März 1933 wird der langjährige Dessauer Oberbürgermeister Fritz Hesse, ein überzeugter liberaler Demokrat und Förderer des Bauhauses, zwangspensioniert. Die Nationalsozialisten richten einen Untersuchungsausschuss ein und leiten strafrechtliche Ermittlungen gegen Hesse ein. Das Stück spielt im Frühsommer 1933, zu einem Zeitpunkt, als der Ausgang der Ermittlungen noch offen ist und in der die Nazis drohen, Hesse in sogenannte „Schutzhaft“ zu nehmen. Das Stück rekonstruiert anhand von Originalzitaten und zeitgenössischen Zeitungsartikeln die rechten Angriffe gegen das Bauhaus Dessau und die politischen Reaktionen darauf. Dabei erweisen sich viele Aussagen der damals Beteiligten als erstaunlich aktuell.

Die Vertreibung des Bauhauses aus Dessau 1932 und der Kulturkampf von rechts: Ein dokumentarisches Theaterstück von von Lars Breuer und Stefanie Schindler mit Mit Thomas Zieler als Oberbürgermeister Fritz Hesse und Thomas Hupfer als Rechtsanwalt Dr. Eisenberg.

Figuren:
Fritz Hesse, 1918–1933 Oberbürgermeister der Stadt Dessau, liberaler Jurist und Politiker der Deutschen Demokratischen Partei (DDP), Abgeordneter der Weimarer Nationalversammlung sowie des Anhaltischen Landtags
Dr. Werner Eisenberg, Rechtsanwalt aus Roßlau, nationalliberaler Politiker der Deutschen Volkspartei (DVP), Abgeordneter des Anhaltischen Landtags und 1927 erfolgloser Bürgermeister-Kandidat in Dessau.

Eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung
2019-06-04T13:22:48+00:00